Für dieses Spiel braucht man mehrere Mitspieler. Man kann es zum Beispiel mit der ganzen Klasse in der großen Pause spielen. Einer ist der „Ochs“. Er sucht sich eine Wand oder einen Baum und stellt sich mit dem Rücken zu den anderen Mitspielern auf, die in zwanzig, dreißig oder mehr Metern, je nachdem, was das Gelände hergibt, in einer Reihe aufgestellt haben.

Die Wand oder der Baum vor dem der „Ochs“ steht ist der Berg, den es zu verteidigen, bzw. zu erobern gilt. Jetzt dreht der „Ochs“ sich um und zählt laut bis „5“. Das darf er schnell oder langsam machen, ganz wie er will. Nur wenn der „Ochs“ mit dem Rücken zu den Mitspielern steht, dürfen die sich bewegen und versuchen „Land zu gewinnen“, um dem „Berg“ näher zu kommen. Sobald der „Ochs“ mit Zählen fertig ist und sich umdreht, müssen alle sofort stillstehen und dürfen sich keinen Millimeter bewegen. Nimmt der „Ochs“ doch noch eine Bewegung bei einem Mitspieler war, darf er ihn an die Startlinie zurückschicken und er muss von neuem versuchen, dem Berg näher zu kommen. Hat es ein Mitspieler geschafft, sich an den Berg heranzuschleichen, ohne dass der „Ochs“ eine Bewegung erkennen konnte, hat er gewonnen und den Berg erobert. Jetzt ist er der „Ochs“ und das Spiel beginnt von Neuem.
Hat man viel Platz zum Spielen, können die Kinder schnell laufen oder rennen um zum „Berg“ zu gelangen. Spielt man dagegen in einem kleineren Raum, kann man vorher abmachen, daß die „Eroberer“ immer nur kleine Schritte machen dürfen.

Voraussetzung ist natürlich, dass nicht gemogelt wird. Es hat schon „Ochsen“ gegeben, die einfach behauptet haben, ein Mitspieler habe sich bewegt und ihn zur Startlinie zurückgeschickt,  nur weil er bereits gefährlich nahe an den Berg herangerückt war. Das gilt natürlich nicht. Nur zurückschicken, wenn man es auch wirklich gesehen hat. Hier könnt ihr lernen, mit euch selbst ehrlich zu sein, auch wenn es unangenehm wird.

 

Foto: Johann Michael Voltz, Public domain, via Wikimedia Commons